13125 Berlin, Röbellweg 61 030 940 94 20 webmaster@katholische-kirche-berlin-buch.de

Ostern 2021

Die Gottesdienste der Karwoche bis Ostern

Gründonnerstag:

Am Gründonnerstag traf sich unsere Gemeinde zu einer Wortgottesfeier  und gedachte des letzten  gemeinsamen Mahles  der Jünger mit Jesus.

An diese Abendmahlsfeier  schloss sich eine kurze Andacht vor dem Allerheiligsten an. Diakon Dudyka verlas dazu Texte mit aktuellem Bezug auf die Nöte der Menschen während der Corona-Pandemie-Zeit.

 Auf Grund des erstellten Hygienekonzeptes gab es nicht wie gewohnt die gemeinsame Agape-Feier der Gemeinde.                     -Stattdessen eine Agape „to go“.-      D.h. die Gottesdienstbesucher konnten sich im Ausgangsbereich gesegnete, einzeln verpackte Brotscheiben (aus den privaten Backstuben der Familien Krause und Dudyka) für das verbindende Mal zu Hause mitnehmen.

Karfreitag:

Der Karfreitag war auch in diesem Jahr geprägt von dem Gedächtnis an das Leiden und Sterben von Jesus Christus am Kreuz.

Um 15.00 Uhr traf sich die Gemeinde zu einer Wortgottesdienst-Gedächtnis-Feier, in der einige gewohnte rituelle Handlungen ausfielen oder verkürzt wurden.

Besonders eindrücklich waren für alle die „Großen Fürbitten“, die den besonderen Anliegen unserer momentanen Situation angepasst verlesen wurden.

Bedacht wurde/n unter anderem:

„…die Schuld und die Schwäche, die die derzeitige Kirche bekennt und die um einen neuen Anfang ringt …“

„…alle Menschen die an der Kirche verzweifeln…“

„…die Menschen, die an Covid 19 erkrankt sind / Die, die sich in Medizin und Pflege um Erkrankte sorgen / Die vielen, die der Tod aus dem Leben gerissen hat…“

Der sonst übliche Gang zur „Kreuzverehrung“ fiel  wegen der Hygieneregeln aus und erfolgte still vom Sitzplatz aus. 

DANKE an alle, die am Kreuz Blumen ablegten, die dann für den Osterschmuck verwendet werden konnten!

Karsamstag:

Auch zur Feier der Osternacht am Karsamstag gab es Corona bedingt Änderungen zum gewohnten Ablauf. Die Gemeinde versammelte sich in der Kirche und im ConradHaus. Diakon Dudyka entzündete ohne die Gemeinde vor der Kirche die Osterkerze am geweihten Osterfeuer und trug das Osterlicht mit dem Ruf „LUMEN CHRISTI“ in die (noch) dunkle Kirche.

Getragen durch den Gesang der ConradBand wurde die Osterfreude in dieser Nacht für alle spürbar, da der Gesang der Gemeinde nach wie vor nicht möglich ist.

Ostersonntag:

Am Ostersonntag wurde dann mit einer Hl. Messe die Auferstehung von Jesus gefeiert. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Frau Buhrmann (Gesang) und Herrn Buhrmann (Gesang/Orgel) musikalisch festlich bereichert.

Nach dem Gottesdienst wurden süße „Osterkarten“ für die Erwachsenen und Ostereier an die Kinder verteilt.

Ostermontag:

Die ConradBand ließ mit ihren österlichen Liedern im Gottesdienst am Ostermontag nochmals die Osterfreude aufleben. Am Ende wurde an die Gottesdienstbesucher das Infoblatt „Der österliche Weg“ verteilt. Darin wird das Altarbild unserer Kirche(„EMMAUS“) abgebildet und erklärt.

Segnung des Brotes
am Gründonnerstag

Kreuzverehrung
am Karfreitag

Entzünden der Osterkerze vor der Kirche

Detail der Osterkerze

Altar mit Osterschmuck

„Der österliche Weg“

Osterschmuck: Blumenkörbchen vor der Kirche

Text vom Gründonnerstag

Zur Anklage gebracht

Herr

Du machst uns das Leben schwer!

Deshalb gibt‘s heute eine Beschwerde.

Lange habe ich Dir das erspart.

Es hätte sie schon vor einem Jahr geben können:

Ich bin die Sondermeldungen und Sondersendungen satt,

die nichts anderes mehr kennen als „Corona“.

Unwort des Jahres.

Wo all das herkommt, wird wohl geheim bleiben.

Aber DU wirst es wissen!

Wo all das dann hinführte,

Du wirst es gewusst haben!

Wann das endlich ein Ende hat

Du behältst es für Dich!

Ist das Dein Sinn für Humor,

dass wir mit Masken herumlaufen müssen,

als wäre die ganze Menschheit ein einziger Karnevalsumzug?

Als hättest Du uns allen einen Maulkorb verpasst?

Deine Inszenierung, Herr, ist eine Zumutung.“

Willst Du uns testen, wie lange wir es aushalten

mit (D)einem Virus und seinen diversen Mutanten?

Oder ist dass alles eine Retourkutsche für das,

was wir Menschen Dir angetan haben und immer wieder antun?

Wir prügeln Deine Schöpfung zu Tode,

wir foltern sie, missbrauchen sie (und Deine Geschöpfe dazu),

wir heizen sie an mit kaltem Herzen

und machen Werbung damit, dass „wir es uns wert sind“!

Knirschend magst Du unserem Maskenball zuschauen,

lässt ihn tanzen, bis er taumelnd im Graben oder im Grab landet.

Manchmal feiern wir mitten im Tag ein Fest des Untergangs?

Wird es auch wieder ein Fest der Auferstehung geben?

Ich höre „Corona“ und denke: Es reicht!

Schon lange. Herr. Meine Geduld ist am Ende. Deine auch?

Liebes Menschenkind,

wie immer schiebst du mir die Sache zu.

Ich bin genauso unschuldig, wie damals vor Pilatus.

Ich bin der Ich bin!

Ich bin gestorben, wie ich gelebt habe. Ich setzte mich ein,

ich gab mich selbst hin, ich gab mich aus, damit die Welt wohnlicher

und die Menschen menschlicher werden.

Ich setzte mich ein, damit die Gefangenen frei, die Blinden sehend,

die Lahmen gehend, die Sünder freigesprochen

und die Toten lebendig werden.

Ich setzte mich ein – damit das Gesetz nicht über den Menschen,

sondern der Mensch über das Gesetz herrsche.

Ich setzte mich ein, dass die Menschen nicht einfach nur

an das Leben nach dem Tode glauben,

sondern schon in diesem alltäglichen Leben

das ewig-kostbare Leben suchen und entdecken.

Ich setzte mich ein, dass das Kind nicht einfach am Rande steht,

vernachlässigt und vergessen, sondern in der Mitte, als Mensch,

an dem man sich bis zum Tode orientieren sollte.

Ich setzte mich ein,

dass die Schuldigen nicht einfach in ihrer Schuld behaftet werden,

sondern neu anfangen dürfen.

Ich setzte mich ein, dass die Vergebung nicht einfach ein nebulöses,

abstraktes Wort bleibt, sondern Wirklichkeit wird in Gastfreundschaft

und Gespräch.

So gab ich mich hin im Leben so wie im Tode.

Ich habe es auch für euch getan! Ich habe es für alle getan.

Ja, es reicht mir schon lange. Meine Geduld ist aber an meine Liebe

zu euch gebunden. Diese Liebe respektiert eure Freiheit, die ich für

Euch erwirkt habe. Ihr seid am Zug, denn ich habe euch vor vielen

Zeiten die Schöpfung anvertraut – in guten und in bösen Tagen.

Ich bin bei euch – Ich bin mitten unter Euch!